LAWINFO

Beschimpfung

QR Code

Strafbefreiung

Erstellungsdatum:
02.12.2013
Aktualisiert:
30.09.2022
Rechtsgebiet:
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

In zwei bestimmten Fällen sieht das Gesetz eine fakultative Strafbefreiung vor:

  • Provokation
  • Retorsion

Provokation

Der Strafrichter kann von einer Bestrafung des Täters absehen, wenn der Beschimpfte durch ein ungebührliches Verhalten zu der Beschimpfung unmittelbaren Anlass gegeben – ihn also provoziert – hat (StGB 177 Abs. 2). Das Gesetz lässt damit in gewissen Bagatellfällen eine Art „Selbstjustiz“ zu.

Retorsion

Auch bei der sog. Retorsion enthält das Gesetz eine fakultative Strafbefreiung.

Retorsion liegt vor, wenn eine Beschimpfung unmittelbar – d. h. unter dem Einfluss der dadurch verursachten Aufregung – mit einer Beschimpfung oder Tätlichkeit erwidert wird.

Strafbefreiung ist zugunsten eines oder beider Täter möglich (StGB 177 Abs. 3).

Vorbehalt / Disclaimer

Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

Urheber- und Verlagsrechte

Alle in dieser Web-Information veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheide und Leitsätze, soweit sie von den Autoren oder den Redaktoren erarbeitet oder redigiert worden sind. Der Rechtschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen. Kein Teil dieser Web-Information darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – sämtliche technische und digitale Verfahren – reproduziert werden.