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Zahlungsmoral Schweiz: In Stadt und Land

Datum:
30.06.2015
Rubrik:
Rechtsgebiet:
Verlag:
LAWMEDIA AG
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CRIF-Studie 2015

Einleitung

Die neue Studie der Wirtschaftsauskunftei CRIF AG berechnet erstmals die „Schuldnerquote“ in der Schweiz. Dabei wurden die Verhältnisse in den grössten Städte der Schweiz und die einzelnen Kantone untersucht. Festgestellt wurde dabei, dass einige Schweizer Städte und viele Kantone in der Westschweiz eine überdurchschnittlich hohe Schuldnerquote aufweisen.

CRIF-Schuldnerquote

Zur Ermittlung der sog. „CRIF-Schuldnerquote„ wurden nur Schuldnersituationen berücksichtigt, die sich im Stadium der Zwangsvollstreckung befanden:

Berechnungsgrundlage:

  • Sämtliche Privatpersonen, welche über Betreibungen ab Fortsetzungsbegehren, Konkurse und Verlustscheine verfügen

Datenbasis:

  • Informationen von 500 Unternehmen aus der ganzen Schweiz.

Schuldnerquote der Gesamtschweiz

Die „CRIF-Schuldnerquote“ von sämtlichen Privatpersonen in der Schweiz betrug 5.5 %.

Kantone mit unterschiedlichen Schuldnerquoten

Es bestehen kantonal erhebliche Unterschiede. Die schlechtesten Zahler wohnen in folgenden Kantonen:

  • Kanton Neuenburg
    • 9 %
  • Kanton Genf
    • 9 %
  • Kanton Basel-Stadt
    • 7,4 %
  • Kanton Waadt
    • 7,3 %
  • Kanton Tessin
    • 6,7 %

Die besten Zahler sitzen im

  • Kanton Appenzell Innerrhoden
    • 1,2 %

Die Kantone der Zentralschweiz wie Uri, Nidwalden, Obwalden und Zug weisen ebenfalls eine tiefe Schuldnerquote auf.

Einen instruktiven Überblick zu den Schuldnerquoten-Verhältnissen in den Kantonen bietet die unten abgelichtete „Schuldnerquoten“-Schweizerkarte von CRIF.

Städte mit hohen Schuldnerquoten

CRIF weist nach, dass in den Städten generell höhere Schuldnerquoten zu beobachten seien als in ländlichen Gebieten. Die schlechteste Schuldnerquote würden folgende Städte aufweisen:

  • La Chaux-de-Fonds
    • 6 %
  • Biel
    • 3%
  • Neuenburg
    • 0%
  • Stadt Basel
    • 6%
  • Gallen
    • 8%
  • Luzern
    • 6%
  • Zürich
    • 3%

Zu den schuldnerstärksten Städten der Skala zähle zB

  • Uster
    • 5 %.

Fazit: Starke Unterschiede von Stadt und Land

Die „CRIF-Studie“ zeigt auf, dass grosse Unterschiede zwischen Stadt und Land bestehen. Als Beispiele führt CRIF die Stadt Biel (10,3 %) und den entsprechenden Heimatkanton Bern (4,8 %) oder die Stadt St. Gallen (6,8 %) und den Kanton St. Gallen (4,8 %) an.

 

Zahlunsmoral

Quelle

Pressemitteilung von CRIF-Analyse / CRIF-Studie 2015

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