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Strafrecht / Verkehrsrecht

Geschwindigkeitsübertretungen und Alkoholfahrten weiterhin rückläufig, aber …

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Pandemie wirkte sich je nach Altersgruppen und Verkehrsdeliktsarten unterschiedlich aus

Die Gesamtzahl der Urteile aufgrund des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) war im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Hingegen dauert der jahrelange Abwärtstrend bei den Geschwindigkeitsübertretungen und bei den Fahrten in fahrunfähigem Zustand weiter an.

Dies geht aus der Strafurteilsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) 2021 hervor.

Einleitung

Die Zahlen:

  • 2020
    • Stark gesunkene Verurteilungszahlen
      • – 9 %
  • 2021
    • im Vergleich zum Vorjahr nur leichter Rückgang
      • – 1 %.
  • Verurteilung nach Strafgesetzbuch (StGB)
    • – 5 %
  • Verurteilung aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes
    • – 5 %
  • Verurteilung aufgrund des Ausländer- und Integrationsgesetzes
    • + 5 %.

Trends

Die Strafurteilsstatistik 2021 und die Statistiken der vorangegangenen Jahre offenbaren unterschiedliche Trends.

Je nach Altersklasse lassen sich Unterschiede bei dieser Entwicklung erkennen:

  • Langjähriger Trend: Massendelikte im Strassenverkehr gehen über einen Zeitraum zurück (- 5 %)

    • Unter diesem Titel wurden berücksichtigt:
      • Die groben Verletzungen der Verkehrsregeln (meist Geschwindigkeitsübertretungen)
      • das Fahren im fahrunfähigen Zustand (meist Alkohol, aber auch Drogen und Medikamente)
      • etc.
    • Demgegenüber wurden im Jahr 2021 17% mehr Urteile aufgrund einer qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln (meist besonders hohe Geschwindigkeitsübertretungen) ausgesprochen als im Vorjahr.
  • Trendwende: mehr Geschwindigkeitsübertretungen bei den unter 25-Jährigen

    • Bei den unter 25-Jährigen sind die Zahlen vor den Beschränkungen der Mobilität zur Pandemiebekämpfung am stärksten gesunken
      • 2019
        • Grobe Verkehrsregelverletzungen
          • – 32 % (im Vergleich zu 2011)
        • Fahren in fahrunfähigem Zustand
          • – 44 % (im Vergleich zu 2011)
      • Pandemiejahre 2020 + 2021
        • Grobe Verkehrsregelverletzungen
          • + 17 %
        • Fahrten in fahrunfähigem Zustand
          • – 9 %.
  • Umgekehrte Trendwende: weniger Geschwindigkeitsübertretungen bei den über 44-Jährigen

    • Bei den über 44-Jährigen zeigt sich ein umgekehrtes Bild:
      • 2011 bis 2019
        • Grobe Verkehrsregelverletzungen
          • + 6 %
        • Fahrten in fahrunfähigem Zustand
          • – 5 %.

Folgen der Pandemiebekämpfung

Dafür war der Effekt der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie umso markanter:

  • 2019 – 2021
    • Grobe Verkehrsregelverletzungen
      • – 17 %
    • Fahrten in fahrunfähigem Zustand
      • – 23 %

Bei den 25 bis 44-Jährigen kam es sowohl vor der Pandemie als auch während der Pandemie zu einem im Vergleich zu den älteren und jüngeren Altersgruppen moderateren Abwärtstrend der Verurteilten für die beiden hier analysierten Straftaten.

Fazit

Während der Pandemiezeit geschlossene Restaurants führten zu weniger Fahrten in fahrunfähigem Zustand.

Pandemiebedingt leere Strassen veranlassten Personen bestimmter Altersgruppen zu mehr Geschwindigkeitsübertretungen.

Quelle

LawMedia Redaktionsteam

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