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Schweizer Unternehmenskonkurse steigen 2025 um 50 Prozent

Datum:
24.07.2026
Rubrik:
Berichte
Rechtsgebiet:
Konkursrecht (Generalexekution)
Thema:
Schweizer Unternehmenskonkurse steigen 2025
Stichworte:
Betreibung, Firmen, Firmenkonkurse, Insolvenz, Konkurs, Konkursbetreibung, Schulden, UnternehmenKonkursanstieg, Unternehmenskonkurse
Autor:
LawMedia Redaktion
Verlag:
LAWMEDIA AG

Die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz hat im Jahr 2025 ein historisches Hoch erreicht. Laut der Jahresanalyse des Wirtschaftsinformationsdienstes Dun & Bradstreet wurden von Januar bis Ende November 2025 

  • insgesamt 8’343 Insolvenzverfahren gegen eingetragene Unternehmen eröffnet, 
  • ein drastischer Zuwachs von 50 % im Vergleich zum Vorjahr.

Demgegenüber zeigt sich die Schweizer Wirtschaft jedoch krisenresistent: 

  • Die Zahl der Neugründungen stieg um 5 % auf über 50’000 Neueintragungen.

SchKG-Revision als Hauptgrund

Der massive Anstieg der Insolvenzen ist nur zu einem Teil auf konjunkturelle Schwächen zurückzuführen. Einer der Hauptgründe ist rechtlicher Natur: 

  • Am 01.01.2025 trat eine wichtige Gesetzesänderung in Kraft. 

Die Reform des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG) nimmt öffentlich-rechtliche Gläubiger wie:

  • Steuerämter, 
  • Ausgleichskassen und 
  • Zollbehörden 

in die Pflicht, ausstehende Forderungen konsequent auf dem Weg des Konkurses einzufordern. 
Diese Gleichstellung mit privaten Gläubigern hat eine enorme Dynamik entfacht.

Bereits Mitte des Vorjahres zeichnete sich diese Entwicklung ab, wie wir in unseren damaligen Berichten 

ausführlich dargelegt haben. 

Die nun vorliegenden Jahresendzahlen bestätigen diese rechtlich induzierte Welle in vollem Umfang.

Regionale Unterschiede und Branchen im Fokus

Nach Regionen

Die Auswirkungen der SchKG-Revision zeigen sich in verschiedenen Regionen und Branchen der Schweizer Wirtschaft. Sie treffen die Regionen und Branchen jedoch unterschiedlich stark. 

  • Den höchsten Anstieg verzeichnete die Zentralschweiz mit einem Plus von 61 %, 
  • gefolgt vom Espace Mittelland (+56 %) und 
  • dem Tessin (+52 Prozent). 
  • In Zürich fiel der Zuwachs mit 41 % vergleichsweise moderater aus, verbleibt aber auf sehr hohem Niveau.

Nach Branchen / Sektoren

  • Vor allem die IT-Branche sticht heraus, in der die Insolvenzen um sage und schreibe 73 % (auf 295 Fälle) in die Höhe schnellten. 
  • Auch Unternehmensdienstleister (+71 %) sowie 
  • Holdings und Investmentgesellschaften (+70 %) waren überproportional stark betroffen.

Gründungsdynamik kompensiert die Pleitewelle

Trotz des rauen Windes bleibt die Schweizer Wirtschaft dynamisch:

  • Mit rund 50’213 Neugründungen per Ende November (+5 %) wagten weiterhin viele Unternehmer den Schritt zur Unternehmensgründung. 
  • Besonders ausgeprägt war das Gründungsplus in der Zentralschweiz (+12 %) sowie 
  • in den Sektoren Immobilien (+23 %) und trotz hoher Konkurse in der IT-Dienstleistung (+18 %).

Fazit

Die Schweiz erlebt eine beschleunigte Marktbereinigung. Während die gesetzlichen Anpassungen schwächere Marktteilnehmer schneller zur Geschäftsaufgabe zwingen, sorgt die Zahl gestiegener Neugründungen für frische Impulse in der Schweizer Wirtschaft.

Dokument

Studie: «Insolvenzen & Neugründungen – Deutschland, Österreich, Schweiz im Jahr 2025» (dun & bradstreet)

Quelle: dnb.ch


Quelle

LawMedia Redaktionsteam

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.

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