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Weniger Konkurse und mehr Betreibungen in 2016

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Betreibungs- und Konkursstatistik 2016

Die Konkurseröffnungszahl ist im Jahr 2016 zurückgegangen. Der Totalbetrag der finanziellen Verluste aus ordentlichen und summarischen Konkursverfahren ist ebenfalls gesunken. Demgegenüber sind aber die sog. „OR 731b-Fälle“ weiter angestiegen. Hier handelt es sich um Konkurseröffnungen von inaktiven Gesellschaften, die mit einem Organisationsmangel (kein Sitz, kein Domizil, kein Organ etc.) behaftet sind. In den meisten Fällen haben solche „ausgeblutete“ Gesellschaften keine oder nur wenige, nicht liquidationsfähige, umstrittene Aktiven und höhere Schulden, mit der Folge, dass das Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt wird, hat der Gesetzgeber zu Recht vorgesehen, dass Konkursverfahren ohne genügende liquide Mittel nur durchgeführt werden, wenn ein Gläubiger die Durchführungskosten vorschiesst bzw. übernimmt.

Die Zahl der Zahlungsbefehle ist aber weiter angestiegen.

Die Statistik bestätigt im Nachhinein, was am Markt schon lange festgestellt wird:

  • Zunehmende Vorabliquidation von gewerblichen Rechtsträgern bis zur Liquiditätsarmut, mit der Konkurseinstellungsfolge mangels Aktiven
  • Zunehmende Zahlungsschwierigkeiten privater Schuldner (= Zunahme der Zahlungsbefehle)

Quelle

Bundesamt für Statistik (BFS) vom 30.03.2017

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