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Ausschlagung einer Erbschaft

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Verwirkung durch Einmischung

Erstellungsdatum:
05.07.2012
Aktualisiert:
26.09.2022
Rechtsgebiet:
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Durch Einmischung in Erbschaftsangelegenheiten während der Ausschlagungsfrist wird das Recht, eine Erbschaft auszuschlagen verwirkt (ZGB 571 Abs. 2).

Eine solche Einmischung liegt vor, wenn die Handlung des Erben weder blosse Verwaltungshandlung, d.h. Handlung zur Sicherung der Erbschaft (Bestandes- oder Werterhalt der Aktiven) noch für die Fortführung der Geschäfte des Erblassers erforderlich ist.

Beispiele für «blosse Verwaltungshandlungen»

  • Bezahlung fälliger Erbschaftsschulden
  • Inkasso fälliger Guthaben des Erblassers
  • blosse Erbscheineinholung (vgl. BGE 133 III 1 ff.)

Beispiele für «Fortführung der Geschäfte»

  • Weiterführung eines Geschäftsbetriebs
  • Fortsetzung hängiger Prozesse, Betreibungen oder Verwaltungsverfahren

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