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REITs in Switzerland

Erstellungsdatum:
02.10.2008
Aktualisiert:
12.10.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Trotz der auch volkswirtschaftlichen Vorteile von REITs konnte sich der schweizerische Gesetzgeber noch nicht für die Schaffung dieser Anlageklasse entscheiden.

Ursachen des Widerstands

Der Widerstand gegen REITs hat mehrere Ursachen:

  • den schweizerischen Föderalismus30
  • die Strukturpolitik31
  • die Steuerausfälle32

Ausblick

Über den Sinn einer Steuerbegünstigung für Immobilienunternehmen lässt sich streiten. Tatsache ist jedoch, dass Länder ohne REIT-Vehikel unter Zugzwang geraten werden, wenn sie nicht den Abfluss von Anlagegeldern und/oder von Immobilienfirmen gewärtigen wollen. Die Schweiz wird sich diesem Trend nicht entziehen können33.

Interessante Alternativen zum REIT

In der Schweiz stellen die Immobilienfonds eine REIT-ähnliche Anlageform dar (keine Kapital- und Ertragssteuern beim Vermögen sui generis, nur Besteuerung mit Grundsteuern). Wird eine Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen (KGK) erwartungsgemäss steuerlich gleich behandelt wie ein Anlagefonds, so ergeben sich für die Anleger einer KGK mit direktem Grundbesitz die folgenden Vorteile:

  • limitierter Personenkreis möglich
  • KGK bezahlt nur 4,25% Bundessteuern
  • Gesellschafter der KGK (Anleger) werden auf Erträgen aus dem direkten Grundbesitz nicht besteuert.

30 Das föderalistische Steuersystem der Schweiz kennt 26 verschiedene Grundsteuerrechte mit unterschiedlichen Objektsteuern (Liegenschaften-, Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern) und unterschiedlichen Steuerhoheiten (Kanton und/oder Gemeinden).

31
Unternehmen, die den REIT-Status erlangen würden, wären von den Grundsteuern (Liegenschaften-, Handänderungs und Grundstückgewinnsteuer) befreit; die eine «Asset Class» wäre dann besteuert, die andere nicht.

32
Die Finanzdirektoren der Kantone befürchten Steuerausfälle in der Grössenordnung von ca. 150 Mio. Franken. Die geschlossenen Steuerentlastungen und die bevorstehenden Entlastungen aus dem Steuerwettbewerb unter den Kantonen sowie die individuellen Steuerbegünstigungen lassen den Fiskalgesetzgeber zögern, noch weitere «Steuergeschenke» zu gewähren.

33
Derweil im angelsächsischen Raum bereits der nächste Trend, die PICs (Property Index Certificates oder Beteiligungen an Mieteinnahmen oder Wertschwankungen auf den Immobilienmärkten) am Rollen ist.

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