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Reservationsvertrag

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Einleitung zum Reservationsvertrag in der Schweiz

Erstellungsdatum:
25.02.2022
Aktualisiert:
24.10.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG

Gegenstand

Immobilien-Reservation

Definition

Reservationsvertrag   =   privat-schriftlicher, mangels öffentlicher Beurkundung nicht real durchsetzbarer Vorvertrag auf Abschluss eines Hauptvertrages für den Erwerb eines Grundstückes, verbunden mit einer Kaufpreisanzahlung und einer Konventionalstrafen-Klausel, nach welcher die Anzahlung dem Verkäufer verfällt, für den Fall, dass der Käufer seiner Pflicht zum Abschluss eines öffentlich zu beurkundenden Grundstückkaufvertrages nicht nachkommt

Verkäufer Motive

Absicherung der Käuferzusage zwischen Erklärungsabgabe und Zustandekommen des öffentlich zu beurkundenden Grundstückkaufvertrages

Verkäufer Ziele

Anbindung des Käufers unter (ganzer oder teilweiser) Schadloshaltung bei Käuferweigerung, einen öffentlich zu beurkundenden Grundstückkaufvertrag einzugehen

Hauptgegenstand

Reservationserklärung gegen Anzahlung + Konventionalstrafe

Käufer Chancen

Zuteilung der begehrten Immobilie

Käufer-Risiken

Verlust der Anzahlung

  • bei eigenmotivierter Abstandnahme (je nach Konventionalstrafenklausel Abrechnungspflicht des Verkäufers)
  • bei Missbrauch
    • Doppelverkauf durch den Verkäufer (sog. Anzahlungsreiterei)
    • Vorschützung einer Nichterfüllung des Käufers seitens des Verkäufers durch
      • Präsentation eines Grundstückkaufvertragsentwurfes mit nicht annehmbaren Klauseln
      • Inakzeptable Veränderung des Kaufsobjektes
      • Uam

Mittelfluss

Kaufpreisanzahlung geht an den verkäuferseitigen Immobilienmakler, der den Anzahlungsbetrag meistens aconto seiner Maklerprovision einbehält

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