Summary
Die BEST-RECRUITERS-Studie 2025/26 zeigt: Trotz Fachkräftemangel werden ältere Bewerbende in der Schweiz zu wenig wahrgenommen.
Mystery-Bewerbungen belegen Benachteiligung
Im Rahmen der Studie wurden zwei fiktive Bewerbungen auf eine Führungsposition eingereicht – mit einem entscheidenden Unterschied: Alter und Berufserfahrung. Das Ergebnis:
- Die ältere, erfahrenere Person erhielt nicht häufiger eine Zusage, obwohl sie die Anforderungen optimal erfüllte.
- Studienleiter Christian Pasteka stellt fest: «Ältere und somit erfahrene Bewerbende werden häufig übersehen, selbst wenn sie die optimalen Qualifikationen mitbringen. Potenziale werden somit häufig nicht genutzt.»
Berufserfahrung? Fehlende Ansprache der Generation 50+
Ein Blick auf die Karriere-Websites der analysierten Unternehmen offenbart:
- Nur 18 % der Arbeitgeber richten sich gezielt an Menschen mit Berufserfahrung.
- Konkrete Massnahmen für die Generation 50+ finden sich lediglich bei 4 % der Unternehmen.
- Angesichts des Fachkräftemangels wird diese Zielgruppe von vielen Arbeitgebern vernachlässigt, was den Zugang zum Arbeitsmarkt für Bewerbende über 50 erschwert.
Fazit
Die Studie belegt eine systematische Unterbewertung von Berufserfahrung im Schweizer Recruiting – obwohl ältere Bewerbende oft die besseren Qualifikationen mitbringen, bleiben sie im Auswahlprozess benachteiligt und werden von Arbeitgebern zu selten gezielt angesprochen.
Weiterführende Informationen / Linktipps
BEST-RECRUITERS-Studie 2025/26
Mitarbeiterrekrutierung / Personalauswahl
- Mitarbeiterrekrutierung: Risiko, einen unpassenden Mitarbeiter anzustellen ist deutlich grösser, als einen geeigneten
- Personalauswahl
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Führungskräfte
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Quelle
LawMedia Redaktionsteam