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Wirtschaft / Löhne

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Schweizer Erwerbseinkommen: Das zeigen die neuen Zahlen des BFS

Datum:
09.07.2026
Rubrik:
Berichte
Rechtsgebiet:
Wirtschaft, Lohn und Lohnforderungen
Thema:
Schweizer Erwerbseinkommen
Stichworte:
Arbeit, BFS, Einkommen, Entgelt, Erwerbseinkommen, Frauen, Löhne, Männer, Salär, selbständige Erwerbstätigkeit, Selbständigerwerb, Selbständigkeit, Statistik
Autor:
LawMedia Redaktion
Verlag:
LAWMEDIA AG

Geld gilt in der Schweiz nach wie vor als ein Tabuthema. Wie viel die Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz tatsächlich verdienen, bleibt oft ein Geheimnis. 

Licht ins Dunkel bringt nun das Bundesamt für Statistik (BFS): Die neuesten Ergebnisse der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE), für die über 100’000 Personen befragt wurden, zeigen detailliert auf, 

  • wie hoch die Erwerbseinkommen in der Schweiz tatsächlich sind und 
  • wie sie sich nach Geschlecht verteilen.

Einkommen in der Mitte: Wer verdient wie viel?

Die Auswertungen des BFS zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 

Erwerbstätige nach Bruttoerwerbseinkommen

Einkommen in der Mitte: Wer verdient wie viel?

Bei den vollzeitbeschäftigten Angestellten lag das Brutto-Medianeinkommen im vergangenen Jahr bei:

  • Männer: 92’000 Franken pro Jahr
  • Frauen: 80’900 Franken pro Jahr

Etwas tiefer fallen die Einkommen bei den Selbstständigerwerbenden aus. Auch hier zeigt sich ein geschlechterspezifischer Unterschied im Median:

  • Männer mit selbständiger Erwerbstätigkeit: 85’700 Franken pro Jahr
  • Frauen mit selbständiger Erwerbstätigkeit: 67’500 Franken pro Jahr

Hinweis: Was bedeutet «Medianlohn»?

Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller geordneten Einkommen liegt. Das bedeutet: Die eine Hälfte der Erwerbstätigen verdient mehr als diesen Betrag, die andere Hälfte weniger. 

Im Gegensatz zum Durchschnittslohn wird der Median nicht durch extrem hohe oder sehr tiefe Einzeleinkommen verzerrt und liefert daher ein realistischeres Bild der Einkommensrealität.

Die Verteilung: Hohe und tiefe Einkommensklassen

Die SAKE-Daten verdeutlichen zudem, dass Frauen und Männer in den unterschiedlichen Einkommensklassen sehr ungleich vertreten sind:

  • Obere Einkommen
    • Ein jährliches Erwerbseinkommen von mehr als 104’000 Franken erzielten 33 % der vollzeitbeschäftigten Männer. 
    • Bei den vollzeitbeschäftigten Frauen erreichten lediglich 22 % diese Gehaltsklasse.
  • Unteren Einkommen
    • Bei den Einkommen unter 52’000 Franken im Jahr zeigt sich das umgekehrte Bild. 
    • Hier befinden sich 
      • 12 % der vollzeitbeschäftigten Frauen, aber 
      • nur 6 % der Männer.

Eine statistische Ausnahme bilden einzig die Lernenden im ersten und zweiten Lehrjahr: In dieser Gruppe liegen die Löhne der weiblichen Auszubildenden im Schnitt leicht über jenen der männlichen.

Was alles zum Erwerbseinkommen zählt

Für die statistische Erfassung definiert das BFS das Erwerbseinkommen präzise. Dazu gehören alle Einnahmen, die direkt aus einer Erwerbstätigkeit fliessen:

  • Neben den regulären Bruttolöhnen umfasst dies auch 
  • die Einkünfte aus selbstständigem Erwerb sowie 
  • beschäftigungsbezogene Sozialleistungen (wie etwa Taggelder der Arbeitslosen- oder Unfallversicherung).

Nicht berücksichtigt werden hingegen Einkünfte, die unabhängig von einer Erwerbstätigkeit erzielt werden, wie beispielsweise Vermögenserträge, Sozialhilfe oder andere staatliche Transferleistungen.

Quelle

LawMedia Redaktionsteam

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