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Erbschaftssteuer / Schenkungssteuer

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Steuersysteme

Erstellungsdatum:
02.02.2009
Aktualisiert:
03.10.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

 

Bei der Erbschaftssteuer bestehen zwei verschiedene Besteuerungsarten (je nach Kanton). So muss bei der Besteuerung grundsätzlich unterschieden werden zwischen:

A. Erbschaftssteuer

  1. Erbnachlasssteuer
  2. Erbanfallsteuer

B. Schenkungssteuer

A. Erbschaftssteuer

1. Erbnachlasssteuer

Die Erbnachlasssteuer wird vom ganzen Nachlass als solchem erhoben.

Erbnachlasssteuer-Kantone: Graubünden und Solothurn

Erbnachlasssteuer

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2. Erbanfallsteuer

Steuersubjekt ist der einzelne Vermögensempfänger. Steuerpflichtig ist damit der einzelne Erbe für seinen Erbteil bzw. der Vermächtnisnehmer für sein Vermächtnis und nicht die Erbengemeinschaft für den ganzen Nachlass.

  • Steuersätze
    • Die Erbanfallsteuer ermöglicht es, die Steuersätze nach den verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen Erbe und Erblasser abgestuft und nach individueller Höhe des jeweiligen Erbanfalls progressiv auszugestalten.
  • Steuerhaftung
    • Jeder Erbe haftet grundsätzlich nur für seine eigene Steuer.
    • Viele Steuergesetze sehen jedoch eine solidarische Mithaftung jedes Erben bis zur Höhe des eigenen Anteils vor.

Erbanfallsteuer-Kantone: alle ausser Graubünden und Solothurn (vgl. Erbnachlasssteuer)

Erbanfallsteuer

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B. Schenkungssteuer

Die Besteuerung von Vermögenszuwendungen unter Lebenden erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie die Besteuerung des Vermögenszuflusses von Todes wegen.

Ziel: Vermeidung der lebzeitigen Umgehung der Erbschaftssteuer.

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