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Strafprozess / Strafverfahren

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Untersuchungsinstrumente

Erstellungsdatum:
04.11.2008
Aktualisiert:
22.10.2022
Rechtsgebiet:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Als Untersuchungshandlung stehen dem Untersuchungsbeamten diverse Instrumente zur Sicherung der Person des Angeschuldigten zu:

  • polizeiliche Vorführung
  • vorläufige Festnahme
  • Anordnung der Untersuchungshaft und später die
  • Anordnung der Sicherungshaft während erhobener Anklage, sowie
  • Ersatzanordnungen

Weiter hat der Untersuchungsbeamte die Möglichkeit folgender Vorgehensweisen:

  • Beschlagnahme des Vermögens
  • Hausdurchsuchung
  • Beschlagnahme von Gegenständen und Vermögenswerten und die Überwachung
  • Verdeckte Ermittlung
  • Augenschein und Gutachten Sachverständiger
  • Einvernahme der Zeugen
  • Einvernahme der Auskunftspersonen
  • Verhör mit dem Angeschuldigten

Die im Laufe der Untersuchung erarbeiteten Resultate werden zum Schluss der Untersuchung gewürdigt und dann entschieden, ob die Sache zur Anklage gebracht werden oder eine Einstellungsverfügung ergehen soll.

Anders als bei den polizeilichen Ermittlungen hat der Angeschuldigte im Untersuchungsverfahren einen Anspruch auf

  • rechtliches Gehör
  • einen Verteidiger

Der Beschuldigte hat während der Untersuchung insbesondere folgende Rechte:

  • Recht auf Akteneinsicht
  • Recht auf Teilnahme an den Untersuchungshandlungen
  • Das Recht, Beweisanträge zu stellen

Das Vorverfahren kann auf drei Arten beendet werden:

  • definitive Einstellung des Verfahrens
  • Anklageerhebung
  • Strafverfügung bzw. Strafbefehl

Literatur

  • Verteidiger
    • DOMEISEN THOMAS, Basler Komm., 2. Aufl. 2014, Art. 424 StPO N 2
    • STERCHI MARTIN H., Berner Komm., Bern 2012, Art. 95 ZPO N 12 + 14 und Art. 96 ZPO

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