LAWINFO

Freistellung

QR Code

Lohn

Erstellungsdatum:
04.11.2008
Aktualisiert:
04.10.2022
Rechtsgebiet:
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.
  • Lohnfortzahlungspflicht: Die Lohnzahlungspflicht des Arbeitgebers dauert bis zum Ablauf der Kündigungsfrist fort, ohne jedoch eine sofortige Fälligkeit des für die restliche Dauer des geschuldeten Lohnes auszulösen
  • Zulagen: Die Zulagen sind nicht Spesen zu vergleichen, die in direktem Zusammenhang mit der Arbeitsleistung stehen. Sie sind oft Lohnbestandteil und auch während der Freistellung weiter zu entrichten.
  • Ferienlohn während der Freistellung: Es besteht der Grundsatz, wonach der Arbeitnehmer während den Ferien lohnmässig nicht schlechter gestellt werden darf als wenn er zu dieser Zeit gearbeitet hätte (BGE 136 III 283 Erw. 2.3.5 S. 287 = Pra 2011 Nr. 29); der Arbeitnehmer soll weder eine Lohneinbusse in Kauf nehmen müssen (BGE 129 III 493 Erw. 3.1 = Pra 2004 Nr. 7; BGE 118 II 136 E. 3b = Pra 82 Nr. 37) noch Anspruch auf einen höheren Lohn haben (ZK-STAEHELIN, N. 1 zu Art. 329d OR); bei der Berechnung der entsprechenden Entschädigung ist nicht der Zeitpunkt zu berücksichtigen, in dem der Anspruch auf Ferienlohn entstanden ist, sondern jener im Ferienbezugs-Zeitpunkt (BGer 4A_231/2018 vom 23.07.2019)
  • Spesenzahlungspflicht: Spesen, die Folge der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers sind, müssen dem Freigestellten für die Zeit nach Freistellung nicht mehr bezahlt werden.
  • Anrechnung Ersatzverdienst (Schadensminderungspflicht): Der Arbeitnehmer muss sich je nach den Umständen anrechnen lassen, was er durch anderweitige Arbeit verdient oder zu verdienen absichtlich unterlassen hat (siehe » Stellensuchpflicht); Voraussetzung: gleichwertige Ersatzarbeit.

Vorbehalt / Disclaimer

Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

Urheber- und Verlagsrechte

Alle in dieser Web-Information veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheide und Leitsätze, soweit sie von den Autoren oder den Redaktoren erarbeitet oder redigiert worden sind. Der Rechtschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen. Kein Teil dieser Web-Information darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – sämtliche technische und digitale Verfahren – reproduziert werden.