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Retrozession

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Exkurs: Retrozession und Strafrecht

Erstellungsdatum:
07.01.2013
Aktualisiert:
24.10.2022
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Das Urteil BGE 4A_127/2012 bzw. BGE A_141/2012 kann auch für die strafrechtliche Beurteilung der Retrozessions-Problematik Konsequenzen haben:

  • Strafrechtliche Konsequenzen für externe Vermögensverwalter
    • Ungetreue Geschäftsbesorgung?
      • Ein Teil der Lehre vertritt die Meinung, dass sich der unabhängige Vermögensverwalter (UVV), der seine Informations- und Herausgabepflicht für Retrozessionen verletzt, wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung strafbar mache.
    • Betrug?
      • Frage, ob die Tatbestandsmässigkeit, namentlich die Arglist, gegeben ist.
      • „Der arglose Kunde, der über die Realitäten der geleisteten Retrozessionen nicht im Bilde ist, insbesondere nicht über deren Ausmass, wird arglistig getäuscht „ [SCHUBARTH MARTIN, Die Bedeutung der neuen Retrozessionsentscheidung des Bundesgerichts für das Konzernstrafrecht, in: JUSLETTER vom 17.12.2012, S. 3]
  • Strafrechtliche Konsequenzen für Vermögen verwaltende Banken
    • SCHUBARTH MARTIN, a.a.O., S. 3, hält dafür, dass sich die verantwortlichen Bank-Mitarbeiter bei Nicht-Offenlegung von Retro-Zahlungen, wenn sie sich nicht auf einen Retro-Verzicht des Kunden berufen könnten, wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und wegen Betrugs strafbar gemacht haben könnten.

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