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Immobilienmaklerrecht / Maklervertrag

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Steuern

Erstellungsdatum:
01.07.2010
Aktualisiert:
12.10.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Ausgangslage

Der Schweizerische Fiskus erfährt vom maklerischen Tätigwerden spätestens über die Maklerkostenabzüge der Verkäufer in den Grundsteuerdeklarationen.

Der ausländische Makler ist daher gut beraten, sich vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit in der Schweiz die notwendigen Bewilligungen einzuholen bzw. Anmeldungen vorzunehmen.

Beschränkte Steuerpflicht

Es werden beschränkt steuerpflichtig in der Schweiz

  • Direkte Bundessteuer
    • natürliche Personen
    • ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz
    • auch ohne feste Einrichtung in der Schweiz
    • bei Vermittlung von Schweizerischen Grundstücken
      • unabhängig von der Mandatierung durch Käufer oder Verkäufer
      • unabhängig davon, wo sich der steuerliche Wohnsitz/Sitz des Auftraggebers befindet
      • unabhängig davon, ob eine Nachweis- oder eine Vermittlungsmäkelei vereinbart wurden
  • Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
    • Makler, der in einem Staat ansässig ist, mit dem die Schweiz ein DBA abgeschlossen hat
      • Starke Einschränkung des Besteuerungsrechts
      • Die Vermittlung von Grundstücken alleine vermag am Ort des Grundstücks keine Steuerpflicht zu begründen
    • Makler mit Betriebsstätte (auch Zweigniederlassung) in der Schweiz
      • Besteuerungsrecht der Schweiz
    • Makler ohne feste Einrichtung in der Schweiz oder fehlende Ansässigkeit in DBA-Staat
      • Nur im Falle, dass der Vermittler eine Entschädigung erhält, die das übliche Mass übersteigt, wird auf eine im Belegenheitsstaat Schweiz besteuerungsfähige Einkunft aus unbeweglichen Vermögen geschlossen.

Vermeidung einer Doppelbesteuerung des Maklers in seinem Heimat- bzw. Hauptsitzland

Es empfiehlt sich der sofortige Beizug eines in der Beratung von grenzüberschreitenden Steuersachverhalten versierten Steuerberaters im Staat, in welchem der Makler Sitz oder Wohnsitz hat!

Mehrwertsteuer (MWST)

Erreicht der Makler mit seinen Schweizerischen Umsätzen den vom Gesetzgeber vorgegebenen Mindestumsatz für eine Steuerpflicht, muss er eine MWST-Nummer beantragen, die MWST deklarieren und die von den Kunden vereinnahmten Umsätze bei der Eidg. Steuerverwaltung (EStV) deklarieren und der Finanzverwaltung die Umsatzsteuern abliefern.

Tipp

Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten empfiehlt sich eine individuelle (MWST-) Steuerberatung im konkreten Einzelfall.

Vorbehalt / Disclaimer

Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

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