Für die Schlechtwetterentschädigung gilt folgendes:
Begriff
- Schlechtwetterentschädigung = Entschädigung bei vorübergehender oder vollständiger Einstellung der Arbeit infolge schlechte Wetters
Gesetzliche Grundlage
- AVIG 42
Abgrenzungen
- Kurzarbeitsentschädigung
- = Entschädigung und Deckung der Folgen einer Umsatzflaute zur Vermeidung einer Personalentlassung
- Kurzarbeitsentschädigung
- Massenentlassung
- = Kündigung von mehreren Mitarbeitern nach den Bestimmungen über die Massenentlassung (Art. 335d ff. OR), wenn der Arbeitgeber kündigt und diese Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen (und nicht wegen der Person des Arbeitnehmers, seinen Leistungen oder seinem Verhalten) erfolgen
- Massenentlassung
Ziel
- Vermeidung einer Personalentlassung
Branchen
- Von der Schlechtwetterentschädigung sollen wetterabhängige Branchen profitieren:
- Baubranche
- Waldwirtschaft
- Gartenbau
- Transportgewerbe
- Berufsfischerei
Entschädigungsvoraussetzungen
- Branchen- bzw. Erwerbszweigzugehörigkeit
- siehe oben
- Arbeitsausfälle
- Die Schlechtwetterentschädigung ist für Branchen und Erwerbszweige vorgesehen, in welchen wetterbedingte Arbeitsausfälle üblich sind
Entschädigungshöhe
- Die Schlechtwetterentschädigung beträgt 80 % des für die letzte Vertragsperiode vereinbarten Lohnes
Geltendmachung
- Kumulation
- Hat der Arbeitgeber im gleichen Monat eine Kurzarbeitsentschädigung und eine Schlechtwetterentschädigung, wird dies als eine Abrechnungsperiode gerechnet
- Getrennte Geltendmachung
- Erfolgt keine kumulative Geltendmachung werden die Monate mit Kurzarbeitsentschädigung und Monate mit Schlechtwetterentschädigung einzeln zusammengerechnet, um den Höchstanspruch von 12 (Kurzarbeit) bzw. 6 (Schlechtwetter) Abrechnungsperioden innerhalb einer zweijährigen Rahmenfrist jeweils separat zu ermitteln.
Bürgi Nägeli Rechtsanwälte
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