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Mediationsverfahren

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Mediations-Grenzen

Datum:
26.03.2020
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Die Mediation ist nicht nur korrekt einzuleiten, sondern verfahrenshygienisch durchzuführen. Es gibt verfahrensinterne und verfahrensexterne Grenzen, die vom Mediator als Verfahrensleiter zu beachten sind:

  • Interne Mediationsgrenzen
    • Konfliktparteien
      • Fehlende Freiwilligkeit (sog. abgeordnete Mediation)
      • Fehlende Ergebnisoffenheit einer oder beider Konfliktparteien
      • Fehlende Sozialkompetenz bei einer oder bei beiden Konfliktparteien
      • Kulturunterschiede und daraus resultierende, unüberbrückbare, lösungsverhindernde Aversionen
      • Verständigungsprobleme (Sprache) > Beizug eines Übersetzers
      • Machtgefälle zwischen den Konfliktparteien
      • Fehlende Offenheits- und Fairness-Bereitschaft einer Partei
      • Fehlende Versöhnungsbereitschaft / Streiten verbindet
      • Psychische Störung einer Partei, die nicht mehr in der Lage ist, ihre eigenen Interessen vernunftgemäss zu verfolgen
    • Mediator
      • Vorbefassung
      • Fehlende Neutralität
      • Fehlende Empathie des Mediators für eine Konfliktpartei
      • Mangelnde Fachkompetenz des Mediators (Übernahmeverschulden)
  • Externe Mediationsgrenzen
    • Zu knappes Zeitfenster für die Konfliktlösung
    • Abwesenheit bestimmter Parteien am Mediationsprozess
    • Absolut unklare Rechtslage
  • Missbrauch der Mediation
    • Ein Missbrauch der Mediation lässt sich nicht ausschliessen
      • Teilnahme am Mediationsverfahren
        • zB zum Zeitgewinn
        • zB zur Daten- und Faktensammlung, also zur Prozessvorbereitung
        • zB Missbrauch des nicht berufsgeheimnisgeschützten Mediators (Zeugenanrufung)

Haben Sie:

  • Ideen zur Optimierung?
  • Technische Probleme?

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