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Unternehmensnachfolge

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Publikumsöffnung

Erstellungsdatum:
09.12.2008
Aktualisiert:
23.10.2022
Rechtsgebiet:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Die Öffnung der Unternehmung für einen weiteren Aktionärskreis kann stattfinden durch
Aktienkapitalerhöhung mittels

  • öffentliche Zeichnung von Aktien grösserer Unternehmen oder mittels
  • Zeichnung von Aktien kleinerer Unternehmen unter Beteiligung von kapitalkräftigen Dritten.

Hinter der Umwandlung einer privaten Unternehmung in eine Publikumsgesellschaft können drei unterschiedliche Motive stehen:

  • der Unternehmer realisiert seinen Exit durch direkten Börsengang35
  • Investoren kaufen die Unternehmung (share-deal) und bringen sie an die Börse36
  • Der familien-interne Nachfolger bringt einen Teil seiner Aktien zur Refinanzierung des Kaufpreises an die Börse

Für den Börsengang gibt es zwei Basisvarianten:

  • eine Holding-AG (Mutter des Targets) geht an die Börse
  • der Target wird selbst an die Börse gebracht

Die Wiedergabe von Varianten und Details zum Aktienverkauf, zur Aktienkapitalerhöhung und zur Börseneinführung würden den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Übersicht: Die Going-Public-Lösung

Vorteile

  • Günstige Kapitalbeschaffung
  • Imagetransfer von Börse zu Publikum bzw. Kundschaft
  • Attraktiver Arbeitgeber für Führungskräfte (Kontinuität / Möglichkeit für Stock-Options-Programme)
  • Erlaubt Familienaktionären ein Exit über die Börse

Nachteile

  • Risiko eines negativen Imagetransfers von der Börse
  • Leistungsdruck (Analysten/Aktionäre etc.)
  • Kontrollverlust
  • Bei blossem Teilverkauf bleibt für den Unternehmer die Problematik des Loslassens
  • Ungünstige Auswirkungen auf Steuern

Tipps

  • Nur für grosse Unternehmen geeignet
  • Sondierung innerhalb Familie
  • Voraussetzung ist eine vielversprechende Gewinnerwartung
  • Bildung eines harten Kerns (Poolvertrag)
  • Auswahl der beratenden Bank (beauty contest)
  • Herstellung der Börsenfähigkeit
  • Bestellung der Schlüsselpositionen

Alternative

  • Strategie der „Kapitalmarkfähigkeit“ (das Unternehmen agiert als wäre es börsenkotiert, ohne jedoch die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen [ev. als Übergangs- oder Vorbereitung sinnvoll])

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