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Verlagsvertrag

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Rechtsnatur

Erstellungsdatum:
19.12.2014
Aktualisiert:
18.10.2022
Rechtsgebiet:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.
  • Zweiseitig verpflichtender Vertrag

Der Verlagsvertrag passt wegen der unterschiedlichen (Austausch-)Leistungen nicht ins allgemeine Konzept der „synallagmatischen Verträge“.

Zwischen den Interessen des Verlegers und jenen des Autors besteht ein erhebliches Spannungsverhältnis:

  • Verlag (Verleger)
    • Wirtschaftliche Interessen, aufgrund des Investitionsschutzes
  • Verlaggeber (Autor)
    • Interessen des Autors als Urheberrechtspersönlichkeit und als originärem Träger des absoluten Rechts gegenüber den Interessen, die durch das Urheberrecht als Schutzrecht gewahrt sein wollen

Die Ambivalenz von Vertragsfreiheit, Erwerb des Urheberrechts und die Wahrung der Ausgleichsmechanismen können bei veränderten Verhältnissen aus dem Lot geraten.

Das Verlagsrecht (OR 380 ff.) als Teilrecht des Urheberrechts zu betrachten, kann eine einordnungsmässige Klärung bringen, auch wenn der Dualismus im Urheberrecht bleibt (urheberrechtliche Ausschliesslichkeitsrechte begründen persönlichkeitsrechtliche und vermögensrechtliche Befugnisse).

Weiterführende Literatur

  • HOCHREUTENER INGE, Urhebervertragsrecht im Verlagsbereich, in: Urhebervertragsrecht, Streuli-Youssef Magda (Hrsg.), S. 46 ff,
  • STREULI-YOUSSEF MAGDA, Grundlagen, der Dualismus im Urheberrecht, in: Urhebervertragsrecht, Streuli-Youssef Magda (Hrsg.), S. 5

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Urheber- und Verlagsrechte

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