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Erbrecht

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Vorversterben / gleichzeitiges Versterben

Erstellungsdatum:
10.07.2012
Aktualisiert:
13.12.2022
Rechtsgebiet:
Thema:
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG

Damit dem gesetzlichen oder eingesetzten Erben Erbenstellung zukommt, muss er den Erblasser mindestens für einen Augenblick (Sekundenbruchteil) überlebt haben. Die Erbenstellung entfällt daher bei Vorversterben des Erben bzw. gleichzeitigem Versterben von Erblasser und Erbe.

Ausnahmen

1. Nasciturus

Ein bei Erbgang gezeugtes aber noch ungeborenes Kind ist unter dem Vorbehalt der Lebendgeburt erbfähig (ZGB 544).

2. Später geborenes Kind bei der Präventiventerbung

Die Enterbung eines Zahlungsunfähigen im Umfang der Pflichtteilshälfte ist möglich, wenn der Erblasser die Pflichtteilshälfte den vorhandenen und später geborenen Kindern (resp. Nachkommen) zuwendet (ZGB 480 I).

3. Noch nicht gezeugte Kind als Nacherben bzw. Nachvermächtnisnehmer

Ein noch nicht gezeugtes Kind kann als Nacherben (ZGB 488 I) oder Nachvermächtnisnehmer (ZGB 488 III) eingesetzt werden (ZGB 545 I).

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