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Anleihensobligation

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Genehmigung

Erstellungsdatum:
10.01.2011
Aktualisiert:
21.09.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Genehmigung ob. Nachlassbehörde

Ziel

Schutz der in der Gläubigerversammlung unterlegenen Gläubiger.

Genehmigung

Beschlüsse sind innerhalb eines Monats seit dem Zustandekommen zur Genehmigung vorzulegen:

  • der oberen kantonalen Nachlassbehörde.

Keiner Genehmigung bedürfen einstimmig zustandegekommener Beschlüsse.

Weigert sich der Schuldner zur Unterbreitung  der Beschlüsse an die obere AB innert Frist, so

  • ist nach Prozessrecht vorzugehen (inkl. ev. Ersatzvornahme)
  • kann ein Anleihensgläubiger die Aufhebung der Stundung fälliger Ansprüche gegen den Schuldner verlangen (vgl. OR 1166 Abs. 4).

Prozessuales

Aktivlegitimation
Nur der Schuldner ist zur Vorlage der Beschlüsse an die obere kantonale Nachlassbehörde aktivlegitimiert

Kostenpunkt
Gemäss OR 1176 Abs. 4 hat der Schuldner die Kosten des Genehmigungsverfahrens zu tragen. Ist der Schuldner kautionspflichtig, ist es den Gläubigern unbenommen, den Gerichtskostenvorschuss vorzustrecken.

Genehmigungsverweigerung

Die obere kantonale Nachlassbehörde darf die Genehmigung verweigern.

Verweigerungsgründe:

  1. Verletzung der Vorschriften über Einberufung oder Abstimmung
  2. Fehlende Notwendigkeit der beschlossenen Massnahme zur Abwendung der schuldnerischen Notlage
  3. Nicht genügende Wahrung der gemeinsamen Interessen der Anleihensgläubiger
  4. unredliches Zustandekommen der Beschlüsse

(vgl. OR 1177).

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