LAWINFO

Arbeitsverhinderung / Lohnfortzahlung

Ausgangslage

Datum:
13.12.2010
Rechtsgebiet:
Herausgeber:
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Ist der Arbeitnehmer unverschuldet an der Arbeit verhindert? Es stellen sich die folgenden Fragen:

  • Verhinderungsgrund beim Arbeitnehmer?
  • Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Arbeitsleistung?
  • Fehlendes Verschulden des Arbeitnehmers an der Arbeitsverhinderung?
  • Ablauf der Karenzfrist?

Sind durch einen GAV nicht längere Zeitabschnitte bestimmt, so hat der Arbeitgeber den Lohn zu entrichten auf folgende Dauer:

  • im 1. Dienstjahr für 3 Wochen und
  • nachher für eine angemessene längere Dauer, je nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses und den besonderen Umständen (OR 324a Abs. 2).

Die Gerichte haben zwecks Gleichbehandlung der Arbeitnehmer für die Bestimmung der Lohnfortzahlungsdauer bei mehreren Dienstjahren sog. Skalen entwickelt. Wegen der regional unterschiedlichen sozialen Denkweisen sind für das gleiche Thema 3 Skalen in Anwendung

  • Zürcher Skala (ZH, SH + TG)
  • Basler Skala (BS + BL)
  • Berner Skala (alle übrigen Kantone).

Ohne andere Abrede beträgt die Höhe der Lohnfortzahlung 80 % des Lohnes bei Arbeitsfähigkeit.

Leisten obligatorische Versicherungen oder private Taggeldversicherungen nicht, so hat der Arbeitgeber 80 % des Lohnes an den Arbeitnehmer zu bezahlen (OR 324 Abs. 1 und 2).

Der Arbeitgeber hat zudem ein Regressrecht auf den Drittverursacher der Arbeitsunfähigkeit.

Haben Sie:

  • Ideen zur Optimierung?
  • Technische Probleme?

Vorbehalt / Disclaimer

Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

Urheber- und Verlagsrechte

Alle in dieser Web-Information veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheide und Leitsätze, soweit sie von den Autoren oder den Redaktoren erarbeitet oder redigiert worden sind. Der Rechtschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen. Kein Teil dieser Web-Information darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – sämtliche technische und digitale Verfahren – reproduziert werden.