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Hypothekarkredit

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Exkurs: Securitisierung von Hypothekarkrediten

Erstellungsdatum:
14.02.2014
Aktualisiert:
10.10.2022
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Die Securitisierung von Hypothekarkrediten entstammt dem angelsächsischen Raum. Sie wurde als Alternative zur klassischen Pfandbrief-Refinanzierung der Banken propagiert. 

 Definition

  • Prozess, um nicht handelbare Hypothekarkredite bzw. Schuldbriefe in an Börsen handelbare Wertpapiere umzuwandeln
    • =   Ersatz von Kredit- durch Wertpapierfinanzierungen
  • Bezugnahme auf eine bestimmte Bilanzposition
    • =   Asset Backed Securities (ABS)

Ziele

Allgemein

  • Refinanzierung der Hypothekarkrediten durch Weiterveräusserung
  • Fungibilisierung der Hypothekarkredite

ABS-Transaktion

  • Befreiung der Bank von der Eigenmittel-Unterlegungspflicht
  • Höhere Eigenmittelrendite der Bank
  • Kreditrisikomanagement
  • Bonitätsverbesserung der Bank mit günstigeren Refinanzierungsmöglichkeiten

Praxis

  • Wenige Securitisierungs-Geschäfte
  • Schweiz als zu kleiner Markt
  • Keine idealen Rahmenbedingungen

Schranken

Bankgeheimnis

  • Hypothekarkreditvertrag müsste eine Entbindung vom Geheimnisschutz durch den Hypothekarkreditnehmer enthalten

Verwendbare Hypotheken

  • Nur Hypothekarkredite im Grundpfandverhältnis
  • Keine Veräusserung möglich
    • Sicherungsübereignung (heute wichtigste Sicherstellungsform)
      • Schuldbrief bleibt Eigentum des Kreditnehmers
    • Faustpfandverhältnis
      • Schuldbrief ist Eigentum des Kreditnehmers

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