LAWINFO

Arbeitszeugnis

QR Code

Zeugnissprache

Erstellungsdatum:
03.09.2020
Aktualisiert:
08.11.2022
Rechtsgebiet:
Stichworte:
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Allgemein

Der Arbeitgeber hat das Arbeitszeugnis in der Landessprache des Arbeitsortes resp. in der Sprache der Region, in welcher die Arbeitsleistung erbracht wurde, auszustellen.

Branche

Besteht für eine Branche eine „Berufssprache“ und weicht diese von der Sprache am Arbeitsort ab, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Ausstellung des Arbeitszeugnisses in beiden Sprachen.

Internationale Tätigkeit

Arbeitnehmern mit internationaler Ausrichtung ist zu empfehlen, zusätzlich ein Arbeitszeugnis in englischer Sprache zu erbitten. Der Arbeitgeber ist dazu nicht verpflichtet, wird aber bei einem Weggang in gutem Einvernehmen diesem Anliegen Rechnung tragen. Der Arbeitnehmer vermeidet dadurch den Aufwand von Zeugnis-Uebersetzungen und Uebersetzer-Beglaubigungen.

Auslandtätigkeit

Hat der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung im Ausland erbracht, ist als Zeugnissprache diejenige Sprache zu wählen, die für den Arbeitnehmer und sein berufliches Fortkommen am geeignetsten ist.

Zeugnissprache im Allgemeinen

Zum Wording der Arbeitszeugnisse sei verwiesen auf:

Eigenständige Zeugnissprache (Kodierte Formulierungen)

Im Laufe der Zeit hat sich eine „eigenständige Zeugnissprache“ entwickelt, die ihre Eigenheit hat, nämlich die Vieldeutigkeit (auch „Codierung“ bezeichnet):

  • Für den Laien
    • Text-Wahrnehmung generell als positive Formulierung
  • Für den Profi
    • Text-Wahrnehmung – je nach Formulierung – mit negativer Bedeutung.

Der Einsatz dieser „eigenständigen Zeugnissprache“ ist insofern problematisch, als sie dem Prinzip der „Zeugnisklarheit“ widerspricht.

Ausführlich unter:

Vorbehalt / Disclaimer

Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

Urheber- und Verlagsrechte

Alle in dieser Web-Information veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheide und Leitsätze, soweit sie von den Autoren oder den Redaktoren erarbeitet oder redigiert worden sind. Der Rechtschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen. Kein Teil dieser Web-Information darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – sämtliche technische und digitale Verfahren – reproduziert werden.