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Immobilien und Steuern / Immobilienbesteuerung

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Verkauf Minderheitsbeteiligung

Erstellungsdatum:
22.08.2011
Aktualisiert:
09.11.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.
  • Das StHG ermöglicht es den Kantonen, die Veräusserung von Minderheitsbeteiligungen an Immobilien-Gesellschaften zu besteuern.
    • Voraussetzung: gesetzliche Grundlage im betreffenden Kanton
    • Widerspruch zum Konzept, dass Uebertragung der Verfügungsmacht Besteuerungsgegenstand ist
  • Die Aufteilung von Investition, Aufwand und Erlös ist meistens problematisch
  • Doppelbesteuerungs-Risiko bei anschliessendem asset deal (Verkauf der Immobilie aus der Gesellschaft heraus)

Interkantonales Verhältnis

  • Praxis geht von Besteuerung als unbewegliches Vermögen aus, obwohl im Belegenheitskanton weder ein dinglicher noch ein wirtschaftlicher Verfügungsübergang stattfindet; Benachteiligung professioneller Immobilienmarkt-Teilnehmer, die eigentlich an ihrem Wohnsitz / Sitz besteuern dürften und möchten
  • Es frägt sich, wie lange diese Praxis noch hält.
  • Richtigerweise dürften nur Mehrheits- oder Voll-Beteiligungsveräusserungen am Belegenheitsort besteuert werden dürfen.

Internationales Verhältnis

Vorbehältlich eines anderslautenden DBA gilt für die Veräusserung von Minderheitsbeteiligungen die Qualifikation als unbewegliches Vermögen: Steuerhoheit des Belegenheitsstaates.

Kantone mit Veräusserungs-Besteuerung von Minderheitsbeteiligungen

Folgende Kantone haben von der StHG-Kompetenz Gebrauch gemacht:

  • GE
  • LU (bei Verbindung mit Sondernutzungsrecht)
  • NE
  • VD
  • VS

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