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Ehescheidung / Ehetrennung

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Durchsetzung / Vollstreckung Unterhalt

Erstellungsdatum:
11.07.2013
Aktualisiert:
10.11.2022
Herausgeber:
Logo Partnerfirma
Verlag:
LAWMEDIA AG
Hinweis:
Diese Kommentierung war früher eine eigenständige Infowebsite und ist nun hier auf www.law.ch – unserer neuen Plattform für Recht, Steuern und Wirtschaft in der Schweiz zu finden.

Vollstreckungsmöglichkeiten

Kommt der Unterhaltsverpflichtete seiner Zahlungspflicht nicht oder stets zu spät nach, kann der Unterhaltsberechtigte seinen Anspruch wie folgt durchsetzen:

  • gerichtliche Schuldneranweisung (Eheschutzverfahren)
  • Betreibungsverfahren
  • Bevorschussung / Inkasso durch Gemeinde

Gerichtliche Schuldneranweisung

  • Anweisung des Arbeitgebers des Unterhaltsschuldners zur Direktzahlung an den Unterhaltsberechtigten
  • Zuständigkeit: Eheschutzgericht

Betreibung

  • für fällige Unterhaltsforderungen
  • Vollstreckungssubstrat = gesamtes pfändbares Vermögen des Schuldners

Staatliche Inkassohilfe und Alimentenbevorschussung

Kommt der Unterhaltsverpflichtete seiner Zahlungspflicht nicht nach, kann der Unterhaltsberechtigte staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Bei der staatlichen Inkassohilfe hilft die öffentliche Hand bzw. eine kommunale Stelle am Wohnsitz des Unterhaltsberechtigten, ausstehende Unterhaltsbeiträge einzutreiben.

Da es eine Weile dauern kann, bis das Alimenteninkasso zum Erfolg führt, steht in allen Kantonen die Möglichkeit offen, sich die Kinderalimente bevorschussen zu lassen und auf diese Weise das nötige Geld vom Gemeinwesen zu erhalten. Eine Bevorschussung wird allerdings nur gewährt, wenn gewisse Einkommens- und Vermögensgrenzen des Unterhaltsberechtigten nicht überschritten wird.

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